Definitionen zur Matrix - Kieselholz

 

"Kiesel-" bedeutet sehr vereinfacht "versteinert" und jeder weiss aus Erfahrung, was ein Stück Holz ist. Das trifft den Kern der Sache schon gut, denn bei kompletten, verkieselten Achsen sollte man meiner Meinung nach nicht von Kieselhölzern sprechen. Holzgewebe (Xylem) stellt zwar oft die grösste Fraktion, doch sind auch noch weitere Gewebe enthalten. Für Dadoxylon - Achsenfragmente z.B. aus Kiesgruben eignet sich der Begriff jedoch gut.

Genau definiert, handelt es sich beim Holz nur um sekundär gebildetes Xylem. Dieses wird nach und nach vom Cambium erzeugt. Zelle für Zelle "produziert" dieses Bildungsgewebe die Holzzellen (Tracheiden) in die Pflanzenachse. Tracheiden sorgen in der Pflanze für die Festigkeit und den Stofftransport von Wasser und Salzen. Als tote, langgestreckte Zellen besitzen sie Wandstrukturen, welche zur Bestimmung und Systematisierung herangezogen werden. Tracheiden lassen sich nicht nur in Pflanzen mit massiv verholzter Achse finden (Nadelbäume), sondern z.B. auch in Farnen.

Erhaltungszustände

"Pseudo-Psaronius"

Holz in Kristallen

Schnittlage

Fraßgalerie

Koprolithen

Lebensraum Holz

Auf die Bestimmung von Kieselhölzern kann aus Platz- und Zeitgründen hier nicht genauer eingegangen werden. Fast immer macht sich dazu die Auswertung von Quer-, Tangential- und Radialschliffen erforderlich. Voraussetzungen für eine genaue Identifizierung sind u.a. eine sehr gute Zellerhaltung, eine zeitliche Einordnung des Fundes und eine vollständige, vergleichende Sammlung.

Die Beschäftigung mit Kieselhölzern ist alles andere als langweilig. Verschiedene Erhaltungszustände sind nicht nur schön anzusehen, manchmal lassen sie auch Rückschlüsse auf den Verkieselungsprozess zu. Interessant ist auch die Holzanatomie. Zum Beispiel werden unter der Sammelgattung Dadoxylon erstaunlich variierende Kieselhölzer zusammengefasst, deren Zuordnung zu den Koniferen oder den Cordaiten manchmal möglich ist. Selten lassen sich Spuren ehemaliger Holzbewohner finden. Fraßspuren, Kotpillen oder Epiphyten geben dann Auskunft über den Lebensraum Holz.

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